Herstellung

Wie entsteht Seife?

Reine Seife oder Kernseife, so wie sie schon vor vielen Jahrhunderten in Aleppo oder Marseille hergestellt wurde, besteht nur aus einer Handvoll natürlicher Zutaten. Der wichtigste Bestandteile aller Seifen ist dabei Fett (Triglyceride): entweder aus Pflanzenöl (meist Olivenöl oder Palmöl), oder Fette tierischen Ursprungs (meist Rindertalg).

Für die Herstellung von Seife wird Öl (oder Fett) mit Wasser und einer alkalischen Substanz (z.B. Natriumhydroxid oder Soda) so lange gekocht, bis eine chemische Reaktion stattgefunden hat: die sogenannte Verseifung. Dabei entsteht aus dem Öl neben der Seife noch Glycerin.

  • Bei der klassischen Herstellung von Kernseife werden mit Hilfe von Kochsalz alle Verunreinigungen und Nebenprodukte entfernt (also auch das Glycerin). Da früher die Ausgangsmaterialien oft stark verunreinigt waren, war dieser Reinigungsschritt sehr wichtig.
  • Heute stehen sehr viel reinere Produkte zur Verfügung, weshalb Seife im kleinen Maßstab meist nach dem Kaltverfahren oder Heißverfahren hergestellt wird. Der Reinigungsschritt mit Kochsalz entfällt und auch das wertvolle Glycerin verbleibt in der Seife.

Häufige Probleme beim Seifensieden

Wer zum ersten mal Seife siedet, kann relativ viel falsch machen. Auf dieser Seite haben wir die häufigsten Probleme aufgelistet, die einem bei der Herstellung von Seife begegnen. Und wir geben Tipps, wie man diese Probleme vermeidet.

Flüssige Kernseife selbst herstellen

Flüssigseife selber machen: So schnell und einfach geht's
Wer nicht gerne feste Seifenstücke nutzt, kann sich auch ganz einfach eine Flüssigseife aus Kernseife herstellen.

Kernseife selbst herstellen

Seife aussalzen
Kernseife ist ein vielseitiger Allzweckreiniger, den Du auch zu Hause selbst herstellen kannst. Auf dieser Seite stellen wir verschiedene Methoden zum Seifesieden vor.

Kaltverseifung

Die Herstellung kaltgerührter Seifen
Die Herstellung von Seife im Kaltverfahren ist ca. seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt, für die industrielle Herstellung spielte dieses Verfahren aber nie eine große Rolle. Unter Hobby-Seifensiedern ist das Kaltverfahren heute die beliebteste Art zur Seifenherstellung.

Die Überfettung von Seife

Ein beim Thema Seife oftmals verwendeter Fachbegriff ist die sogenannte „Überfettung“. Was damit genau gemeint ist, erklären wir auf dieser Seite. Die Überfettung einer Seife, auch Überfettungsgrad genannt, gibt den Überschuss des nicht verseiften Ölanteils in der Seife an. Ein Beispiel: wurde bei der Herstellung einer Seife aus Oivenöl nur 90 % des eingesetzten Olivenöls zu […]

Die Gelphase

Fragen und Antworten zum Thema Gelphase
Was ist eine Gelphase? Als „Gelphase“ wird umgangssprachlich der Zeitabschnitt der Seifenherstellung genannt, bei der sich der Seifenleim durch die Reaktionswärme der Verseifung stark erhitzt. Optisch lässt sich dieser Zustand auch daran erkennen, dass der zuvor trübe Seifenleim glasig-transparent wird. Die Gelphase beschreibt eine Kettenreaktion: Je höher die Temperatur des Seifenleims ist, desto schneller ist […]

Seife herstellen im Heißverfahren

Eine Variation des Kaltverfahrens ist das sogenannte Heißverfahren. Hier wird der angerührte Seifenleim noch so lange erhitzt, bis die Verseifung vollständig und alle Lauge verbraucht ist. Die Seife kann daher direkt nach dem Erkalten verwendet werden, eine Lagerung ist nicht nötig.

Seife schmelzen

Seifenreste einschmelzen und neu gießen
Geraspelte Seife lässt sich wunderbar einschmelzen und zu neuen Seifenstücken verarbeiten. Da keine Lauge benötigt wird, lässt sich diese VAriante der Seifenherstellung auch mit Kindern durchführen

Sodaasche

Weiße Schicht auf der selbst gemachter Seife
Als Sodaasche wird der feine weiße Belag bezeichnet, der sich bei frisch hergestellter Seife häufig nach einigen Tagen bildet. Was Sodaasche genau ist und wie Du sie beim Seifensieden vermeidest, erklären wir auf dieser Seite.

Bücher: Seife selbst machen

Seife selber machen ist in den letzten Jahren zu einem trendigen Hobby geworden, zu dem zahlreiche Bücher erschienen sind. Auf dieser Seite stellen wir einige vor.

Seifenformen

Seifenformen aus Silikon Seifenformen aus Holz Seifenformen  aus Kunststoff Seifenformen aus Metall Die Verwendung von Metallformen ist nicht ideal: Zahlreiche Metalle korrodieren, wenn sie mit Seifenleim oder Lauge in Berührung kommen. Zahlreiche Metalle katalysieren die Zersetzung ungesättigter Fettsäuren (die Seife wird schneller ranzig) Metalle leiten Wärme sehr gut, isolieren also sehr schlecht Die ersten beiden […]

Ausrüstung

Arbeitsgeräte und Zubehör für das Seifensieden
Topf Ein Topf aus Edelstahl oder Emaille mit einem Fassungsvermögen von 2-3 Litern. Nicht geeignet sind Töpfe aus Aluminium, Kupfer oder anderen gegen Lauge unbeständigen Materialien. Schutzbrille Spritzer von Lauge oder Seifenleim können zur Erblindung führen. Daher bis zum Ende eine Schutzbrille tragen. Eine normale Brille ist nicht ausreichend, da diese die Augen nicht ausreichend […]

Sicherheit

Der richtige Umgang mit Chemikalien beim Seifensieden
Keine Kinder und Haustiere Schutzbrille, Handschuhe und Schutzkleidung Keine Materialien aus Aluminium Sicherheitshinweise für das Arbeiten mit Natriumhydroxid beachten